Grünes Klassenzimmer 2.0

Veröffentlicht von bsei am

Was ist eigentlich dieses Moos?
Jeder kennt sie, läuft oft am Tag an ihr vorbei und schenkt ihr dennoch keine Aufmerksamkeit – einer kleinen blütenlosen Sporenpflanze, auch Moos genannt.
Sie erscheint als wunderschöner, strahlendgrüner, dichter, großer Teppich am Waldboden.
Was für eine Power steckt noch in diesem Pflänzchen und wie kann man diese gezielt nutzen?
Das wollen wir hier im Projekt rausbekommen, ebenso das jede:r Teilnehmer:in eine Mooswabe bauen kann und diese als „Privaten Luftfilter“ für zu hause Nutzen kann.
Es wird/wurde also gesägt geklebt geackert und gepflanzt.

Wir haben den den Flächeninhalt errechnet und mit 325cm2 pro Waabe setzt selbige ca. soviel C02 um wie ein Apfelbaum.
Hierzu ist noch wichtig zu wissen, wovon sich Moose „ernähren“. Ein entscheidender Nährstoff, den Moospflanzen für ihr Wachstum benötigen ist CO2 und Ammonium.
Wie praktisch, dass Ammoniumionen 40% des giftigen Feinstaubs in den Städten ausmachen!
Die Blättchen der Pflanzen ziehen die Mikropartikel magisch aus der Luft magisch. Sie arbeiten also wie ein biologisches Mikrofaser-Staubtuch! Hinzukommt, dass alleine eine Moosfläche von einem Quadratmeter fünf Millionen kleinste Blättchen aufweist.
Eine ebenso wertvolle Eigenschaft ist das Verdauen dieser gefährlichen Partikel. Folglich werden sie nicht nur durch die Pflanzen festgehalten, sondern sofort verwertet. Neben dem Wachstum für das Moos selbst, erfreuen sich auf den Moosblättchen befindliche Bakterien über andere Bestandteile des Staubs. Feinstaub wird also als Biomasse verwendet.

Die Kombination dieser Eigenschaften machen Moose somit zum idealen Feinstaub-Killer!
Mit grossen Mooswänden kann also das Klima und die Feinstaub belastung verbessert werden… Derzeit sind die grosse Mooswände in Dresden, Klingenthal, Oslo, Hongkong und Berlin vorzufinden.
Und am KANT in Planung … seid dabei !!
Durch das Einbringen eines Stücks Natur in die Städte, ist der dekorative Aspekt ein
weiterer Vorteil neben dem biologischen Filter.

Also… Back to basics!
Es ist wichtig die Natur zu nutzen, um sie gleichzeitig zu schützen. Denn eines ist bereits jetzt klar: Die Feinstaubpartikel sind hochgiftig! Sie kosten nach Schätzungen der EU Kommission jährlich 300.000 Europäern das Leben.

Im zweiten Teil der Woche wird ein zweites grünes Klassenzimmer gebaut, dass alle Lehrer*innen nutzen können und im Keller gegenüber K05 zu finden ist.
Also es ist wiedermal unerträglich warm in der 4 Etage, es sind mal wieder über 30 Grad … Ihr kennt das … Ab ins grüne Klassenzimmer !!!

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